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Dev Log · Zähler App, Android, Compose, Release

Zähler App: ein Name aus Suchdaten und ein Uhrwerk, das greift

12. bis 19. September 2026:

Seit heute steht die Zähler App – Counter Pur bei Google Play. Angelegt war sie schon im April, als Vorlage mit einem Durchlauf, der eine App in einem Tag von der Architektur bis zum Release-Build bringt. Danach lag sie fünf Monate. Die eigentliche Arbeit steckt in den letzten acht Tagen: 23 Commits, elf Builds.

Ein Name aus Suchdaten, nicht aus dem Bauch

Die App hieß zuerst Strichliste Pur. Das klang richtig und war falsch. Google Trends für Deutschland, zwölf Monate:

  • "counter app" 203
  • "zähler app" 100
  • "dart zähler" 83
  • "strichliste" 52, aber "strichliste app" praktisch null
  • "klickzähler" praktisch null, und die wenigen meinen einen Test für die Maustaste

Wer eine Strichliste sucht, will offenbar eine Vorlage zum Ausdrucken, keine App. Deshalb steht jetzt vorne, was gesucht wird, und die Marke hinten: Zähler App – Counter Pur, auf Englisch Counter App – Tally Pure. Beide Titel haben 24 von 30 erlaubten Zeichen.

Darts steht bewusst nicht im Titel. Wer nach einem Dartzähler sucht, will einen vollständigen x01-Rechner. Die App kann Darts 501 und 301 mit eigener Scheibe und Checkout-Hinweis, aber im Titel hätte das mehr versprochen, als eine Vorlage halten sollte.

Nicht das Symbol vom Marktführer

Das naheliegende Symbol wären vier Striche mit einem Querstrich. Genau so, in genau dieser Form, sieht das Symbol der meistgeladenen Strichlisten-App aus. Mit "Strichliste" im Namen hätte das wie eine Kopie gewirkt. Das neue Symbol ist ein Handzähler aus Messing, wie ihn Einlasser an der Tür in der Hand halten. Die vier Striche gibt es trotzdem noch, als eines von vielen Symbolen, die ein Zähler tragen kann.

Sechs Wege, eine Stelle

Gezählt wird an sechs Orten: im Zähler selbst, auf der Startseite, im Widget, in der Benachrichtigung, in der Schnelleinstellungs-Kachel und über einen NFC-Sticker. Jeder dieser Wege ruft dieselbe Stelle auf, CounterActions. Nur so stimmen Verlauf, Zielmeldung und Rückgängig überein, egal wo getippt wurde.

Zwei Regeln sitzen dort, die man leicht übersieht:

  • Jede Addition wird begrenzt. Eine gewöhnliche Addition läuft bei sehr großen Zahlen über und wird negativ. Auf null gedeckelt sähe das aus wie ein Zurücksetzen, das nie jemand ausgelöst hat. Deshalb endet jeder Zähler bei zwölf Stellen.
  • Lesen und Schreiben passieren in einer Transaktion. Wer schnell hintereinander tippt, verliert keine Zählung.

Und ein Zurücksetzen löscht den Verlauf nicht. Es ist kein Zählereignis, und die Statistik wäre sonst weg.

Ein Uhrwerk, das wirklich greift

Hinter der App liegt Büttenpapier, und darauf dreht sich langsam ein Uhrwerk aus Messing. Die Zahnräder sind erzeugte Fotos, freigestellt und dann vermessen: Zähne gezählt, Teilkreis bestimmt. Ein Python-Skript legt daraus das Getriebe an und sucht für jedes Paar Abstand und Drehwinkel so, dass die Zähne über eine volle Umdrehung ineinandergreifen. Zahnräder, die sich überlappen, ohne zu greifen, sehen aus, als drehten sie sich falsch herum. Das fällt jedem auf, auch wenn keiner sagen könnte, warum.

Wer es ruhiger mag, schaltet den bewegten Hintergrund in den Einstellungen ab.

Drei statt fünf

Kostenlos waren zuerst fünf Zähler. Das ist so viel, dass kaum jemand je an die Grenze stößt, und dann verkauft sich Pro nicht. Jetzt sind es drei, und auf denen funktioniert alles: Widget, Kachel, NFC, Benachrichtigung, Ziele, Vorlagen und jedes Design. Kein Design ist gesperrt. Für ein dunkleres Dunkel Geld zu nehmen, wirkt kleinlich, und die Anzahl der Zähler ist das Klarere, das man verkaufen kann.

Beim Umstellen fiel auf, dass der Store-Eintrag noch "fünf" sagte, und diese Webseite auch. Beides ist jetzt korrigiert.

Was es nicht in die App geschafft hat

Eine Wear-OS-App war gebaut und lief. Gestrichen wurde sie am 16. September trotzdem, vor dem ersten Release: ein zweites Modul, eine eigene Spur im Play Store, eigene Screenshots. Das wäre mehr Pflege gewesen, als sie wert war.

Was sonst dazugehört

  • Die NFC-Sticker haben ein eigenes Menü bekommen. Unten auf einer langen Einstellungsseite fanden Tester weder die Zählerauswahl, noch verstanden sie, was zu tun war.
  • 52 Sprachen, umschaltbar in der App. Deutsch und Englisch sind von Hand, Traditionelles Chinesisch, Filipino und Malaiisch auch, weil Google Play sie nicht automatisch übersetzt. Den Rest übersetzt Play, wenn ein Build als Entwurf hochgeladen wird.
  • Play Billing von 7 auf 9, Android-Zielversion 36.
  • 148 Tests, alle grün.

Zur App bei Google Play oder auf die Infoseite.

Herzliche Grüße aus der WerkstattDigitale Manufaktur Rudolstadt