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Dev Log · Vault Pure, Release, Datenschutz, Google Play

Vault Pure ist live, und vier Berechtigungen weniger als geplant

17. August 2026:

Am 10. August stand im Blog, Vault Pure sei im internen Test und ein Termin stehe nicht fest. Der Termin ist jetzt Vergangenheit. Die App liegt in der Produktion bei Google Play, und einen Tag später kam 1.0.1 hinterher.

Was der Test gefunden hat

Der interne Test lief zehn Tage und hatte drei Fragen zu beantworten. Sind die Daten nach jedem Update noch lesbar? Scheitert die Entsperrung per Fingerabdruck sauber auf Geräten, die das nicht können? Landet versehentlich etwas im Android-Backup?

Alle drei sind mit Ja beziehungsweise Nein beantwortet, und zwar über mehrere Fassungen hinweg. Das war die Bedingung. Bei einer App, die Verschlüsselung verspricht, ist ein Fehler keine Unannehmlichkeit.

Zwei Sachen, die niemand verlangt hat

Beim Durchsehen der Berechtigungen stellte sich heraus: Vier davon brauchte die App nie. Sie standen im Manifest, weil sie irgendwann einmal für eine Idee gedacht waren, die es nicht ins Produkt geschafft hat. Sie sind raus.

Und dann war da der Klartext-Export. Eine Funktion, die Dateien unverschlüsselt herausschreibt, in einer App, deren einziger Zweck es ist, sie verschlüsselt zu halten. Auf dem Papier ein Komfortmerkmal. In der Sache ein Loch. Auch raus.

Die Store-Bilder waren gezeichnet

Bis zum 18. August zeigte die Store-Galerie gemalte Kacheln: Rechtecke, die Fotos darstellen sollten. Das war ehrlich gemeint: echte Fotos in eine App zu legen, die Privates verwahrt, fühlte sich falsch an. Nur sieht ein Tresor voller gezeichneter Rechtecke nicht aus wie ein Tresor voller Fotos, sondern wie ein unfertiges Produkt.

Jetzt liegen echte Bilder darin. Frei lizenziert, keine privaten. Der Unterschied ist deutlicher, als er sein sollte.

Was die App tut

Fotos, Videos und Dateien liegen mit AES-256-GCM verschlüsselt auf dem Gerät. Kein Konto, keine Cloud, kein Abgleich. Ein zweites Passwort öffnet einen harmlos aussehenden Tarn-Tresor, und die App zeigt nirgends an, ob überhaupt einer eingerichtet ist: wäre es ablesbar, wäre es auch für andere ablesbar. Bei falscher Eingabe macht die Frontkamera ein Bild.

Herzliche Grüße aus der WerkstattDigitale Manufaktur Rudolstadt