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Dev Log · Werkbank, HotBiz, Cargopolis, Planung

Werkbank neu sortiert: zwei neue Projekte, zwei pausiert, und warum die letzten zehn Prozent so lang sind

22. August bis 11. Oktober 2026:

In sieben Wochen sind mehr Ideen zu Spielen geworden, als ein Ein-Personen-Studio fertig bekommt. Dieser Eintrag sortiert sie: was neu auf der Werkbank liegt, was ruht und was sich auf dem Weg geändert hat.

Warum es plötzlich mehr gibt

Neben Beruf und Familie war der Plan lange: ein großes Spiel und ein paar kleine Apps. Seit dem Frühjahr hat sich verschoben, was ein einzelner Mensch in einer Woche schafft. Planung, Prüfung, Testwerkzeuge, Auswertung von Unterlagen und Bildmaterial gehen mit den heutigen KI-Werkzeugen deutlich schneller. Deshalb sind zwei große Projekte in wenigen Wochen so weit gekommen, wie sie sind.

Dasselbe ist auch das Problem. Schneller bauen heißt nicht schneller fertig werden. Die letzten zehn Prozent bestehen aus Gerätetests, Store-Einträgen und Fehlern, die man nur am Handy sieht, und dafür hilft keine Beschleunigung beim Bauen.

Neu auf der Werkbank: HotBiz

Eine rundenbasierte Speditionssimulation für Android, der Neuaufbau eines Wirtschaftsklassikers von 1998. Der erste Commit stammt vom 1. September, seitdem sind es 186.

  • Vorbild und Eigenes: Das Original liegt als lesbare Daten vor. Übernommen werden Mechanik und Zahlen, alle Bilder, Klänge, Texte und der Titel sind neu.
  • Bilder: Sie entstehen bogenweise mit einem Bildgenerator, sechs bis acht Objekte je Lauf. Danach prüft ein Skript, und gesichtet werden nur die Durchgefallenen.
  • Stand: Das Spiel ist inhaltlich vollständig und hat zwei Prüfrunden hinter sich. Offen sind die Abnahme auf dem Gerät, das Gegenlesen der englischen Texte durch einen Muttersprachler und die Anlage in der Play-Konsole.

Neu auf der Werkbank: Cargopolis

Ein Transport-Aufbauspiel für Android und das größte Projekt im Studio: 298 Commits seit dem ersten am 22. August. Die wichtigste Entscheidung fiel am 6. Oktober, und sie war ein Rückzug.

  • Vorher: 3D mit Fremdmodellen. Es waren 650 Modelle aus vier Zeichenstilen, 71 MB Material, rund 300 Zeichenaufrufe auf der Karte, und auf dem Emulator brauchte der Aufbau 24 Sekunden, bis die App neu startete.
  • Die Probe: Dieselbe Karte als isometrische Vektorgeometrie kam mit 14 Zeichenaufrufen aus, bei rund einer Millisekunde Rechenzeit. Sie sah auch besser aus.
  • Danach: Seit dem 10. Oktober gilt als Projektregel nur noch 2,5D. Auf dem Papier kostet das rund 50 Arbeitstage zusätzlich (Schätzung, plus/minus 30 Prozent), spart aber Beschaffung, Lizenzen und Blender-Arbeit. Selbst der Luftverkehr wurde am 11. Oktober von Blender-Modellen auf Vektorformen umgestellt.

Cargopolis ist noch nicht auf einem echten Gerät gemessen. Bis das geschehen ist, gibt es keinen Termin.

Was ruht

Indy 500 Reloaded hat 20 Commits, der letzte stammt vom 5. September. Bei Sky Baron liegt die letzte Änderung am 23. Juli. Beide sind pausiert und nicht gestrichen. Imperium1 läuft nebenbei weiter, ohne Zeitplan. Wer die Seiten dazu sucht: Sie sind weiter da, nur nicht mehr auf der Werkbank.

Was zuerst fertig wird

Reihenfolge ist die Anpfiff1 WM Edition, danach Smiley Battle.

  • WM Edition (95 Prozent): 633 Commits seit dem 13. Mai, rund 150.000 Zeilen Spielcode, die Testsuite ist grün. Es fehlt kein Spielinhalt mehr, es fehlt der Gerätetest. Die Durchsicht am 23. September fand zwei Fehler, die am Rechner nie auffielen: Die Zurück-Taste beendete das Spiel ohne Nachfrage, und der Stromsparmodus fehlte.
  • Smiley Battle (85 Prozent): Die Vorregistrierung läuft, am 6. Oktober kam ein Spielroboter, der alle Szenen durchläuft, und mit ihm eine Reihe behobener Befunde.

Die Regeln für die letzten zehn Prozent

  • Höchstens zwei Projekte gleichzeitig: eines im Endspurt, eines zum Bauen.
  • Feature-Freeze ab dem Endspurt. Neues bekommt eine eigene Versionsnummer.
  • Gerät vor Politur. Ein Nachmittag mit zwei Telefonen bringt mehr als drei Wochen Feinschliff am Rechner.
  • Fertig heißt im Store, nicht perfekt.

Die Werkbank zeigt jetzt den Stand

Jedes Stück hat einen Balken und das Datum der letzten Arbeit. Die Prozentwerte sind Schätzungen. Das Datum ist ein Git-Eintrag und lässt sich nicht schönen: Wer seit September nichts mehr gehört hat, sieht es dort.

Herzliche Grüße aus der WerkstattDigitale Manufaktur Rudolstadt