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Dev Log · Anpfiff1, Länder, Balancing, Werkzeuge

Von sieben auf fünfzehn Länder: was beim Bauen dazugehört

5. bis 9. September 2026:

Anpfiff1 kannte sieben Länder: Deutschland, England, Italien, Frankreich, Spanien, die Türkei und Brasilien. Jetzt sind es fünfzehn. Dazugekommen sind die Niederlande, Portugal, Belgien, Österreich, die Schweiz, Polen, Dänemark und Argentinien.

Ligen, Vereine und Kader anzulegen ist der schnelle Teil. Die Arbeit steckt in fünf Dingen, die dazugehören, damit sich ein neues Land wie die gewachsenen anfühlt.

Die Stärke einer Liga ist jetzt messbar

Die Stärke einer Liga war lange eine Gefühlsfrage. Inzwischen gibt es eine Regression durch die Ligen, deren Stärke nie jemand bemängelt hat:

Stärke = 5,205 + 0,644 × ln(Kaderwert / Premier League)

Damit gibt es eine Zielgröße statt einer Meinung. Wer ein Land baut oder ändert, rechnet es gegen diese Kurve. Ein Trockenlauf über alle fünfzehn Länder stuft heute keinen einzigen Spieler mehr um.

Die neuen Länder sind danach eingeordnet worden. Zum Format gehört auch das Gefälle zur zweiten Liga. Gemessen am Ligaschnitt reicht es von 0,93 Stufen in Dänemark bis 1,60 in Italien, und kein Land fällt mehr heraus.

Ein Werkzeug, das zweimal dasselbe tut

Das Umstufen erledigt ein Skript, und darin steckte die eigentliche Arbeit. Ein solcher Lauf muss idempotent sein: Der zweite Aufruf darf nichts mehr ändern. Zwei Riegel machen ihn dazu.

Eine Totzone von 0,35, weil sich ein Top-11-Schnitt nur in Schritten von einem Elftel bewegt und die Klubs nach dem Lauf teils die Ränge tauschen. Und ein Riegel bei den Vereinsstufen, denn eine Stufe höher ist eine Verschiebung und kein Zielzustand. Ohne ihn senkt jeder weitere Aufruf die ganze Liga erneut.

Dazu gehören die Nebenwirkungen. Marktwert, Gehalt und Potenzial müssen mitgezogen werden, sonst behält ein umgestufter Spieler den Preis seiner alten Klasse, und die KI-Entwicklung zieht ihn über das unveränderte Potenzial wieder hoch.

Namen nach abgelesenem Muster

404 Vereine brauchten Namen, die ersten drei Ligen der acht neuen Länder, davon 136 in den ersten Ligen. Statt sie zu erfinden, wurde abgezählt, wie die 1056 benannten Vereine der sieben alten Länder heißen. Vorangestellt am häufigsten FC 71-mal, SC 36, Sporting 25, Racing 24, Real 18, CD 16, Union und Atletico je 15, Dynamo 14, Inter 13, Deportivo 11, Club 10, Athletic 6, Olympique 3, und „Roter Stern“ genau einmal. Nachgestellt United 44-mal, Athletic 37, Town und Rovers je 24, City 21.

Daraus wurden Regeln, die der Zufallsgenerator einhalten muss:

  • Nur neutrale Vorsätze, die in jedem Land tragen. Keine Farbkombinationen, keine regionalen Kürzel wie VfB oder VfL, denn die passen nur in einem Sprachraum.
  • Seltenheiten bleiben selten. „Roter Stern“, „Hansa“, „Eintracht“, „Fortuna“, „Borussia“ höchstens einmal je Land.
  • Ein Vorsatz höchstens zweimal je Liga und nie zweimal hintereinander. Ohne diese Bremse hieß Polens Spitze dreimal „Olympic“.
  • Ein echtes Vereinswort darf vorkommen, nie mit seiner eigenen Stadt. Geprüft wird der ganze Name, denn in Utrecht, Porto und Braga ist die Stadt der Vereinsname.
  • Städte in der Schreibweise des Landes: Warszawa, København, Brussel. Sonst stehen in einer Liga zwei Schreibweisen nebeneinander.

Dieselben Muster bekommen auch die 76 Vorlagen für selbst gebaute Länder, damit ein gebautes Land aussieht wie ein gebautes Land.

Die Landkarte entscheidet, nicht die Einwohnerzahl

Der stärkste Kader eines Landes sitzt dort, wo real der stärkste Verein steht. Beim Erzeugen ist das keine Selbstverständlichkeit: Ohne diese Vorgabe verteilt der Zufall die Spitzenkader über die größten Städte. Jetzt sitzen sie in Amsterdam, Eindhoven und Rotterdam, in Lissabon und Porto, in Salzburg und Wien, in Basel, Zürich und Bern.

Vereinslose gehören zum Land

Ein Land besteht nicht nur aus Kadern. Ohne einen Pool vereinsloser Spieler fehlt der KI der Puffer, mit dem sie Lücken schließt. Jedes der acht neuen Länder hat jetzt 167 davon, genauso viele wie England, Spanien, die Türkei und Brasilien. Deutschland führt 177.

Die Zielkurve dafür ist der Median der Klubspieler dieses Landes, nicht der Mittelwert. In Englands unterster Stärkegruppe liegt der Median bei 312.661 Euro und der Mittelwert bei 2.272.780, weil einzelne Ausreißer bis 73,85 Millionen reichen. Mit dem Median steht der Lauf still, mit dem Mittelwert zittert er bei jedem Aufruf nach.

Und das Format ist das echte

Zum Schluss sind alle fünfzehn Länder gegen ihr wirkliches Ligaformat geprüft worden. Polen, Portugal und Dänemark haben keine Relegation zwischen Liga 1 und Liga 2. Belgien teilt in drei Play-off-Gruppen. Die Teilung der Ekstraklasa ist seit 2021 abgeschafft, das ist Absicht und kein vergessenes Format.

Geprüft wird über eine Bilanz je Ligapaar: Absteiger plus Relegation oben muss gleich Aufsteiger plus Relegation unten sein. Über alle 45 Ligen.

Herzliche Grüße aus der WerkstattDigitale Manufaktur Rudolstadt