Zum Inhalt springen

Dev Log · Anpfiff1, v2.1.5, v2.1.6, Release, Google Play

Version 2.1.5, und der Upload, der zweimal abriss

Version 2.1.5, und der Upload, der zweimal abriss

21. August 2026:

Am 14. August stand hier eine Vorschau auf 2.1.5. Seit dem 20. August ist die
Version draußen, bei Google Play, auf Steam, bei itch.io und im App Store. Einen
Tag später kam 2.1.6 hinterher, und der Weg dorthin war lehrreicher als der
Patch selbst.

Das Kernthema kam aus dem Forum

Ein Spieler hat aufgeschrieben, dass mit der Form etwas nicht stimmt. Er hatte in
drei Punkten recht, und keiner davon war vorher aufgefallen.

Das Wochentraining wirkte in Pokal- und Europapokalwochen gar nicht. Gleichzeitig
wurde die Form in genau diesen Wochen doppelt abgewertet. Und Verletzte verloren
in englischen Wochen den doppelten Abzug. Drei Fehler, die sich gegenseitig
verstärkten, und alle drei traten nur dann auf, wenn man erfolgreich war und
deshalb mehr Spiele hatte.

Alles drei ist behoben. Dazu zieht die Winterpause die Form nur noch halb so
stark Richtung Mitte, damit die Arbeit einer ganzen Hinrunde danach nicht
gelöscht ist. Gemessen über eine komplette Saison auf höchstem
Schwierigkeitsgrad mit voller Rotation: Die Kaderform steigt von 5,0 auf 8,1.

Aus demselben Bericht stammt die zweite Korrektur. Die Bestellknöpfe im Fanshop
rechneten mitten in der Saison weiter mit allen Heimspielen, auch mit den längst
gespielten. Da die Hälfte des Lagers am Saisonende verfällt, war das bares Geld.

Sichtbar wird die Version an der Farbe

Jeder Verein hat ein Trikot und ein Wappen, jeder Sponsor ein Werbeschild im Stil
der 90er-Bande. Wer eigene Bilder hat, setzt sie im Editor ein und lädt sie als
ZIP gleich stapelweise. Im Stadion entscheidet jetzt der Torschütze über die
Reaktion der Ränge, und zwischen den Ereignissen singt die Kurve.

Dazu ist die Finanzübersicht umgebaut: Ausgabenzeilen lassen sich aufklappen,
jeder Kostenposten hat ein Fragezeichen mit Erklärung, die Steuer fiel von 25 auf
10 Prozent, und das Rating hängt am Kaderwert statt an absoluten Millionen.
Nebenbei qualifiziert ein Europapokalsieg endlich für den Wettbewerb, und 5650
Übersetzungszeilen sind überarbeitet.

Ein Schreibfehler, und der halbe Laden steht

2.1.5 hatte einen Fehler, der erst auf dem Gerät auffiel: Der Premium-Shop ließ
sich auf Handy und Tablet nicht mehr öffnen. Der Bildschirm blieb leer, der
Zurück-Knopf reagierte nicht, es half nur, das Spiel zu schließen.

Die Ursache ist eine Eigenheit, die man einmal erlebt haben muss. Godot hängt ein
Skript, das es nicht laden kann, gar nicht erst an seinen Knoten. Die Szene
erscheint also ganz normal, nur arbeitet nichts darin: kein Aufbau, keine Knöpfe,
kein Rückweg. Kein Absturz, keine Fehlermeldung im Spiel, nur eine leere Fläche.

Ausgelöst hat es der Tutorial-Umbau derselben Version. Er führte zwei Funktionen
ein, die sich nur in einem mittleren Parameter unterscheiden. Sechs Stellen
mussten umgeschrieben werden, fünf trafen die richtige, eine bekam die
Argumentliste der anderen: ein Text an der Stelle, an der ein Ja-Nein-Wert stehen
muss.

Der Upload, der zweimal abriss

2.1.6 sollte ein Fünf-Minuten-Ding werden und wurde ein Abend. Das Paket ist 137
Megabyte groß, und es ging in einem einzigen Stück hoch. Bei dieser Größe läuft
dabei der Lesetimeout ab. Zweimal abgebrochen, während Google Play die
Veröffentlichung bereits „2.1.6" nannte.

Seitdem geht das Paket in Stücken von acht Megabyte hoch, mit Fortschrittsanzeige
und bis zu sechs Wiederholungen.

Die teurere Falle stand daneben und trägt einen harmlosen Namen. Ein Schalter
heißt „das Paket liegt schon bei Play", nicht „das Paket ist schon gebaut". Mit
ihm hat der erste Lauf gar keine Datei hochgeladen. Er hat den kaputten Stand
stehen lassen und nur die Versionshinweise ausgetauscht: Der Laden versprach eine
Korrektur, die das Paket nicht enthielt.

Das ist die Sorte Fehler, die niemand meldet, weil sie nach Erfolg aussieht. Zwei
Zeilen in der Anleitung sind jetzt anders formuliert, und der Vorabcheck vergleicht
vor jedem Lauf, welche Datei tatsächlich hochgeht.

Herzliche Grüße aus der WerkstattDigitale Manufaktur Rudolstadt